Freiwilliger Wehrdienst: Einstieg mit Chance

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 wurde der freiwillige Wehrdienst (FWD) für Frauen und Männer eingeführt – seitdem ist die Bundeswehr eine Freiwilligenarmee. Aktuell leisten rund 8.000 Soldatinnen und Soldaten freiwillig Wehrdienst und stehen damit für ihr Land ein und übernehmen staatsbürgerliche Verantwortung. Der freiwillige Wehrdienst ist besonders für Leute interessant, die die Bundeswehr erst einmal kennenlernen wollen, ohne sich als Soldat-/in auf Zeit verpflichten zu müssen. Dafür haben Interessierte die Möglichkeit, zunächst ein sechsmonatigen freiwilligen Grundwehrdienst als Probezeit abzuleisten, an der sich ein freiwilliger zusätzlicher Wehrdienst von 17 Monaten anschließen kann. FWDL können in allen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen der Bundeswehr tätig sein und dienen ausschließlich in der Mannschaftslaufbahn. 

Freiwilliger Wehrdienst
©Bundeswehr/Tom Twardy

Bundeswehr Einstellungstest

Bundeswehr CAT-Test online üben

Das Assessment Training besteht aus 5 Kategorien (Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration und Wissen), aus denen jeweils 20 Fragen per Zufallsprinzip ausgewählt werden. Für die Beantwortung aller 20 Fragen hast du insgesamt 8 Minuten Zeit. Während des Tests wird dir die ablaufende Zeit angezeigt.

1 / 20

Kategorie: Konzentration

In welchem Bild hat sich ein Fehler eingeschlichen? 

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2 / 20

Kategorie: Mathematik

Wie viel fast der Körper?

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3 / 20

Kategorie: Konzentration

Wie viele Fehler haben sich in der Abschrift eingeschlichen? 

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4 / 20

Kategorie: Bundeswehr Wissen

Die NATO ist ein Militärbündnis zur Verteidigung mit Sitz in Brüssel und besteht aus insgesamt 29 Mitgliedstaaten. Wofür steht die Abkürzung NATO?

5 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

6 / 20

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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7 / 20

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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8 / 20

Kategorie: Mathematik

Der tägliche Arbeitsweg von Frau Schmidt ist 34 km lang. Ihre Geschwindigkeit beträgt im Durchschnitt 65 km/h. Wie viel Minuten benötigt Frau Schmidt zu ihrer Arbeit?

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Kategorie: Allgemeinwissen

Was versteht man unter einem "Putsch" im politischen Sinne?

10 / 20

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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11 / 20

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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12 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Mit welchem Messgerät wird Druck in Flüssigkeiten und Gasen gemessen?

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Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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14 / 20

Kategorie: Konzentration

Wie viele Wörter dapa sind im Text geschrieben? 

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15 / 20

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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16 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

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Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Räder drehen sich in dieselbe Richtung wie das Rad A?

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18 / 20

Kategorie: Logik

Welches Wort ergänzt die Gleichung sinnvoll?

Winter : Schneemann = Kinderzimmer : ?

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Kategorie: Mathematik

8 Maler haben für eine Wohnsiedlung 40 Tage Arbeit. Nach 10 Tagen werden 2 Maler krank. Wie viele Tage wird die Arbeit nun insgesamt dauern?

20 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Aussage zum Strom in einer Parallelschaltung ist korrekt?

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Zu den Testtrainern

Themen im Beitrag:

Freiwilliger Wehrdienst: Voraussetzungen

Der freiwillige Wehrdienst kann grundsätzlich von allen interessierten Frauen und Männern in der Bundeswehr geleistet werden, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Wenn du dich nicht gleich für mehrere Jahre als Zeitsoldat/-in verpflichten möchtest und dir zunächst einen Überblick über die Bundeswehr verschaffen willst, hast du als FWDL die Möglichkeit, mit einer Verpflichtungszeit von 7 bis 23 Monaten die Truppe kennenzulernen. Abhängig von deinen Qualifikationen und Voraussetzungen, kannst du dich anschließend immer noch für eine Laufbahn entscheiden. 

Zugangsvoraussetzungen

  • Staatsangehörigkeit: Deutsche oder Deutscher im Sinne Art. 116 des Grundgesetzes
  • Mindestalter: 17 Jahre (mit Einverständnis der Sorgeberechtigten)
  • Mindestens die Vollzeitschulpflicht erfüllt
  • Bereitschaft für eine bundesweite Versetzung
  • Bereitschaft an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen (ab einer Dienstzeit von 12 Monaten)
  • Verpflichtungsdauer: 7 bis 23 Monate
Die Laufzeit des freiwilligen Wehrdienst ist frei wählbar und kann von mindestens sieben Monaten bis maximal bis zu 23 Monaten festgelegt werden. Dabei sind die ersten sechs Monate eine Probezeit, die eine beiderseitige Kündigung ermöglicht. 

Auslandseinsätze als FWDL

Wenn du dich als freiwillig Wehrdienstleistender für mehr als 12 Monate verpflichten lassen willst kannst du grundsätzlich an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilnehmen. Ein Einsatz im Ausland ist jedoch immer abhängig von deiner Verwendung und der jeweiligen Einheit in der du tätig bist sowie deinem aktuellen Ausbildungsstand.

Freiwilliger Wehrdienst: Ausbildung und Möglichkeiten

Wie auch in jeder anderen militärischen Laufbahn bei der Bundeswehr startet der freiwillige Wehrdienst mit einer dreimonatigen Grundausbildung an den Standorten der Streitkräftebasis (Rekrutenkompanie). Ziel der Ausbildung ist es, dass alle Rekrutinnen und Rekruten eine „Allgemeinmilitärische Grundbefähigung“ erlangen. Dazu werden sie unter anderem in politisches Wissen unterrichtet, erhalten eine Sanitätsausbildung sowie die Waffen- und Schießausbildung und werden sportlich gefordert. Nach der Grundausbildung geht es dann für die Soldatinnen und Soldaten zum Standort in ihre Stammeinheit. Dort folgt je nach Interesse und Eignung eine in der Regel dreimonatige Dienstpostenausbildung in der das Spezialwissen erlernt wird, um eine bestimmte Fachtätigkeit in der Einheit ausführen zu können.

Hier sind die Möglichkeiten, sich nach der Grundausbildung spezialisieren zu lassen, vielseitig, wie zum Beispiel als Panzergrenadier im Heer, Flugabwehrraketensoldat in der Luftwaffe, Navigationssoldatin in der Marine, Stabsdienstsoldat im Sanitätsdienst oder Protokollsoldatin in der Streitkräftebasis. Auch wenn die Ausbildungswege nach der Grundausbildung vielfältig und unterschiedlich in den einzelnen Teilstreitkräften sind, so sind Themen wie Politische Bildung, Lebenskundlicher Unterricht, Sport, ABC- und Sanitätsausbildung sowie einsatzvorbereitende Ausbildungsabschnitte ständiger Begleiter in der Truppe. 

Bei entsprechender Eignung und guten Leistungen kannst du bereits während deines freiwilligen Wehrdienstes entscheiden, ob du eine weitere Verpflichtung bei der Bundeswehr als Soldatin bzw. als Soldat auf Zeit eingehen willst. 

Dienstgrade

Jede Soldatin und jeder Soldat im freiwilligen Wehrdienst beginnt grundsätzlich ihren Dienst in der Mannschaftslaufbahn und steigt mit dem niedrigsten Dienstgrad ein. Je nach Streitkraft und Tätigkeit in der Bundeswehr startet man ab dem ersten Tag mit folgenden Dienstgrad: Grenadier, Jäger, Panzerschütze, Panzergrenadier, Panzerjäger, Kanonier, Panzerkanonier, Pionier, Panzerpionier, Funker, Panzerfunker, Schütze, Flieger, Sanitätssoldat oder Matrose. Nach 3 Monate Dienstzeit wird man Gefreiter, nach 6 Monaten Obergefreiter und nach 12 Monaten absolvierter Dienstzeit Hauptgefreiter.   

Freiwilliger Wehrdienst Gehalt

Das Gehalt für freiwillig Wehrdienstleistende wurde ab dem 1. Januar 2020 im untersten Dienstgrad (vorher 840 Euro plus etwa 500 Euro Sachleistung) auf 1.500 Euro angehoben und wird bereits ab dem ersten Tag ausgezahlt. Das Gehalt bzw. der Wehrsold steigt gestaffelt nach Dienstgraden bis zum Hauptgefreiten auf maximal 1.900 Euro an. Diese entspricht etwa 80 Prozent des Grundgehaltes einer Soldatin oder eines Soldaten auf Zeit im gleichen Dienstgrad. Das Wehrsoldgrundgehalt setzt sich wie folgt zusammen:

Grenadier, Jäger, Panzerschütze, Panzergrenadier, Panzerjäger, Kanonier, Panzerkanonier, Pionier, Panzerpionier, Funker, Panzerfunker, Schütze, Flieger, Sanitätssoldat, Matrose

Einstiegsdienstgrad

1.500 € pro Monat

Gefreiter

3 Monate Dienstzeit

1.550 € pro Monat

Obergefreiter

6 Monate Dienstzeit

1.650 € pro Monat

Hauptgefreiter

12 Monate Dienstzeit

1.900 € pro Monat

Bei einer Verwendung im Ausland bekommst du als FWDL zusätzlich eine monatliche Auslandsvergütung, die wie folgt ausfällt: 

Grenadier, Jäger, Panzerschütze, Panzergrenadier, Panzerjäger, Kanonier, Panzerkanonier, Pionier, Panzerpionier, Funker, Panzerfunker, Schütze, Flieger, Sanitätssoldat, Matrose

305 € pro Monat

Gefreiter

305 € pro Monat

Obergefreiter, Hauptgefreiter

350 € pro Monat

Darüber hinaus gewährt dir die Bundeswehr weitere Leistungen wie zum Beispiel eine unentgeltliche truppenärztliche Versorgung, eine Unentgeltliche Unterkunft in den Gemeinschaftsunterkünften, kostenfreie Zugfahrt in der 2. Klasse zwischen Standort und Wohnung sowie ein Entlassungsgeld von 100 € pro Dienstmonat (vorausgesetzt, du hast mindestens sechs Monate und einen Tag gedient).

Gehaltsbeispiele für freiwilligen Wehrdienst Leistende

Die hier aufgeführten Gehaltsbeispiele für den Freiwilligen Wehrdienst sind Musterberechnungen. Dein tatsächliches Gehalt ist abhängig von deiner persönlichen Lebenssituation. Mit dem Bezügerechner des Bundesverwaltungsamt kannst du die Höhe deines Gehalts ermitteln.

Stand: April 2021

Freiwilliger Wehrdienst Einstellungstest: Bereit für Herausforderungen

Sind deine Bewerbungsunterlagen vollständig bei der Bundeswehr eingegangen wirst du zu einem eintägigen Auswahlverfahren, das in einem heimatnahen Bundeswehr Karrierecenter durchgeführt wird, eingeladen. Der Einstellungstest für den freiwilligen Wehrdienst ist im Gegensatz zum Auswahlverfahren für SAZ im Umfang erheblich abgeschwächter, so zum Beispiel müssen FWDL kein Sporttest absolvieren. Die Eignungsfeststellung für den Beruf als Soldatin bzw. Soldat ist jedoch weiterhin fester Bestandteil des Auswahlverfahrens für freiwillig Wehrdienstleistende. 

Der hier geschilderte Ablauf des freiwilligen Wehrdienst Einstellungstest wird nur kurz erläutert. Mehr Infos zum Auswahlverfahren und den einzelnen Prüfungsabschnitten kannst du aus den jeweils verlinkten Seiten entnehmen. Zudem kannst du auf unserer Seite jede Menge Erfahrungsberichte von Bewerberinnen und Bewerber lesen.

Informationsgespräch

Der freiwilligen Wehrdienst Einstellungstest startet zunächst mit einem Informationsgespräch im Karrierecenter. Hier werden die örtlichen Gegebenheiten erläutert und über den Ablauf und die Inhalte des Auswahlverfahrens informiert. 

Ärztliche Untersuchung

In der ärztlichen Untersuchung wird deine körperliche und gesundheitliche Eignung für den Wehrdienst überprüft sowie dein Tauglichkeitsgrad für die angestrebte Verwendung ermittelt.

Sporttest (Nur für SAZ)

Der Sporttest, bekannt als Basis-Fitness-Test (BFT), stellt die körperliche Eignung fest. Der Basis-Fitness-Test muss nur von Bewerberinnen und Bewerber absolviert werden, die sich als Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr verpflichten wollen. 

CAT-Test (entfällt vorerst Für FWDL)

Beim CAT-Test müssen Aufgaben zum Sprachverständnis, Mathematik, Logik, Erinnerungsvermögen und technischen Wissen gelöst werden. Der CAT-Test für Bewerberinnen und Bewerber des freiwilligen Wehrdienstes ist vorübergehend nur Corona-bedingt ausgesetzt.   

Interview

Im Interview möchte die Bundeswehr dich näher kennenlernen und vor allem wissen, warum du dich für den freiwilligen Wehrdienst beworben hast. Zudem werden dir einige Fragen zur Bundeswehr gestellt. 

Einplanung

Ist das Auswahlverfahren positiv verlaufen und wurde die grundlegende Eignung als Soldatin bzw. Soldat bei dir festgestellt, geht es zur Einplanung. In dieser wird man mit dir gemeinsam deine Ausbildung und konkrete Tätigkeit bei der Bundeswehr ermitteln.

Vorbereitung Auswahlverfahren: Online-Testtrainer

Mit dem Bundeswehr Testtrainer kannst du dich optimal auf das Auswahlverfahren bei der Bundeswehr vorbereiten. Trainiere gezielt die Aufgaben- und Testbereiche, die auch beim Mannschaftslaufbahn Einstellungstest im Karrierecenter geprüft werden. Mache dich mit der Prüfungssituation vertraut und eigne dir das nötige Wissen an. 

Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz: "Dein Jahr für Deutschland"

Mit den „Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz“ bietet die Bundeswehr für engagierte Menschen seit dem 1. April 2021 eine neue Form des freiwilligen Wehrdienstes an. Der freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz findet unter dem Leitspruch „Dein Jahr für Deutschland“ als Pilotprojekt der Streitkräftebasis in den Mannschaftslaufbahnen statt und soll zunächst ein Jahr getestet werden. Erst danach entscheidet die Bundeswehr, ob und wie das Projekt weitergeführt wird. Im Gegensatz zum herkömmlichen freiwilligen Wehrdienst unterscheidet sich der freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz darin, dass eine Teilnahme am Auslandseinsatz ausgeschlossen ist und der Fokus auf die heimatnahe Einplanung im Reservistendienst nach der siebenmonatigen Grund- und Spezialausbildung liegt.

Der freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz wurde für engagierte Frauen und Männer jeden Alters geschaffen, die sich bei der Bundeswehr in einen insgesamt einjährigen Dienst für das Wohl der Allgemeinheit und der Unterstützung des Heimatschutzes sowie der Krisenvorsorge einsetzen wollen. Nach Abschluss der heimatnahen Ausbildung, die sich aus einer dreimonatigen Grundausbildung und einer viermonatigen Spezialausbildung zusammensetzt, sieht das Pilotprojekt eine Reservedienstleistung von weiteren fünf Monaten vor, die in einer Zeitspanne von sechs Jahren variabel und heimatnah durchgeführt werden kann.  

FAQ

Das Mindestalter für den freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz liegt bei 17 Jahren und die Altersgrenze beträgt 65 Jahre. Die Altersvorgaben sind demzufolge die gleichen wie für den klassischen freiwilligen Wehrdienst. 

Sofern die geforderten Voraussetzungen erfüllt sind, ist ein Wechsel mit einer längeren Verpflichtungszeit in den herkömmlichen freiwilligen Wehrdienst möglich. 

Der Wehrsold ist in den ersten sieben Monaten identisch mit dem aus den klassischen freiwilligen Wehrdienst. Danach ist der Wehrsold identisch mit dem, der Reservistendienstleistenden.    

Innerhalb der Mannschaftslaufbahn sind die Beförderungsstufen identisch mit denen, des klassischen freiwilligen Wehrdienstes oder des Soldaten auf Zeit. 

Die Grundausbildung für die Rekrutinnen und Rekruten der Streitkräftebasis findet an 11 heimatnahen Orten statt: Beelitz, Berlin, Bruchsal, Burg, Delmenhorst, Hannover, Höxter, Husum, Kümmersbruck, Walldürn und Volkach.

Die Grundausbildung wird gemeinsam mit anderen Rekrutinnen und Rekruten absolviert.

Grundsätzlich werden die freiwilligen Wehrdienstleistenden im Heimatschutz für die fünfmonatige Dienstzeit innerhalb der sechsjährigen Beorderungszeit möglichst heimatnah eingesetzt. 

Es gibt keine Pflicht bei Einsätzen des Heimatschutzes mitzuwirken. Die Teilnahme beruht auf freiwilligen Basis. 

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