Kommando Spezialkräfte - KSK: Der Wille entscheidet!

Das Kommando Spezialkräfte, kurz KSK, ist der Kern des Spezialkräfteverbundes der Bundeswehr und wurde 1996 zur weltweiten Ausübung von Spezialeinsätzen aufgestellt. Das KSK ist für besondere Aufgaben, die von strategischen Interesse sind, zusammengestellt und ausgebildet. Die Spezialkräfte nehmen weltweit und unter allen klimatischen Bedingungen Aufträge wahr und führen Operationen kontrolliert und stets begrenzbar durch. Dabei handeln die Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr jederzeit verdeckt in einem gefährlichen Umfeld, deren Eingriff der Geheimhaltung unterliegt. Die Kommando- und Unterstützungssoldaten sind im baden-württembergischen Calw (30 km südwestlich von Stuttgart) stationiert. 

Kommando Spezialkräfte KSK
©Bundeswehr/Jana Neumann

Bundeswehr Einstellungstest

PFV Teil 1 KSK - psychologisches Testverfahren: CAT-Test

Das Assessment Training besteht aus 3 Kategorien (Deutsch, Mathematik, und Logik), aus denen jeweils 20 Fragen per Zufallsprinzip ausgewählt werden. Für die Beantwortung aller 20 Fragen hast du insgesamt 8 Minuten Zeit. Während des Tests wird dir die ablaufende Zeit angezeigt.

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Kategorie: Logik

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Kategorie: Logik

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Kategorie: Deutsch

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Kategorie: Logik

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Kategorie: Deutsch

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Kategorie: Logik

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Kategorie: Deutsch

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Kategorie: Deutsch

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Kategorie: Logik

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Kategorie: Mathematik

Der tägliche Arbeitsweg von Frau Schmidt ist 34 km lang. Ihre Geschwindigkeit beträgt im Durchschnitt 65 km/h. Wie viel Minuten benötigt Frau Schmidt zu ihrer Arbeit?

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Kategorie: Logik

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12 / 20

Kategorie: Mathematik

Wie viel dm³ Liter fasst der Würfel?

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Kategorie: Mathematik

Berechne die Kubikwurzel. ³√125 = ? 

14 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

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Kategorie: Deutsch

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Kategorie: Logik

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17 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

18 / 20

Kategorie: Deutsch

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Kategorie: Mathematik

45 Arbeiter benötigen für einen Hausbau 18 Tage. Wie viele Tage benötigen 15 Arbeiter?

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Kategorie: Mathematik

8 Maler haben für eine Wohnsiedlung 40 Tage Arbeit. Nach 10 Tagen werden 2 Maler krank. Wie viele Tage wird die Arbeit nun insgesamt dauern?

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Zu den Testtrainern

Themen im Beitrag:

Kommando Spezialkräfte: KSK Bewerbung

Die KSK Bewerbung geht mit den höchsten Einstellungsvoraussetzungen bei der Bundeswehr einher und kann von Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftssoldaten der Bundeswehr, unabhängig von ihrer bisherigen militärischen Laufbahn und Verwendung, eingereicht werden. Die Teilnahme am KSK Potentialfeststellungsverfahren, kurz PFV, erfolgt durch freiwillige Meldung und ist grundsätzlich an keinem Höchstalter für die Bewerber gebunden.

Auch zivile Bewerberinnen und Bewerber können sich direkt beim KSK für eine Laufbahn als Kommandofeldwebel bewerben. Hierzu werden die Bewerber im Voraus in das sogenannte Kommandofeldwebelanwärterprogramm am “Ausbildungszentrum Spezielle Operationen” in Pfullendorf aufgenommen und absolvieren zunächst eine circa 36 monatige Ausbildung zum Fallschirmjägerfeldwebel, um am Potentialfeststellungsverfahren des KSK teilzunehmen zu können.

KSK Bewerbung: Ablauf

Die KSK Bewerbung erfolgt auf dem Dienstweg über den Zugführer (ZgFhr) und Kompaniechef (KpChef), die zunächst eine Stellungnahme zum Gesuch protokollieren und den Antrag dann zum Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) nach Köln senden. Die Bewerbung muss spätestens 8 Wochen vor Beginn an der Teilnahme am PFV beim BAPersBW eingegangen sein, damit sie sachgerecht bearbeitet werden kann. Sind die Unterlagen beim BAPers eingegangen und geprüft, erfolgt vorerst ein Schreiben aus Calw mit Einladung zu einer zweitägigen Infoveranstaltung. Die Infoveranstaltung dient hauptsächlich dem Zweck der organisatorischen Sachen etc. in Calw. Nach Eingang der Bewerbung erhalten die Bewerber/-innen noch weitere Benachrichtigungen zum weiteren Vorgehen. Weitere Informationen sind den GAIP KeNr 34-06-00 zu entnehmen.

KSK Einstieg als Soldat/-in

  • Bewerbungsbogen über KSK-Personalwerbetrupp (PWT) anfordern oder Vordruck aus GAIP KeNr 34-06-00
  • Unteroffiziere ohne Portepee und Mannschaften: Nur mit Abschluss der Laufbahnausbildung zum Fallschirmjägerfeldwebel Spezielle Operationen (24 Monate)
  • Eine Anfertigung über den Disziplinarvorgesetzten an die personalbearbeitende Stelle, eine zweite an das KSK – Leiter PWT

KSK Einstieg für zivile Bewerber/-innen

  • Teilnahme am Auswahlverfahren über das Karrierecenter 
  • Einstellung als Kommandofeldwebelanwärter
  • Ausbildung zum Fallschirmjägerfeldwebel Spezielle Operationen (36 Monate)

KSK Anforderungen

Die Soldaten der Kommando Spezialkräfte werden speziell für ihren Einsatz ausgewählt und ausgebildet – sie sind mit ihren Fähigkeiten einzigartig in der Bundeswehr. Daher müssen Bewerberinnen und Bewerber bestimmte Eigenschaften und körperliche Voraussetzungen mitbringen, die den hohen Anforderungen des KSK gerecht werden. Denn Kommandosoldaten sind Einzelkämpfer, Fallschirmspringer, Sprengstoffexperten und verfügen darüber hinaus für ihren Auftrag weitere essenzielle Spezialfähigkeiten. Wer beim Kommando Spezialkräfte eingestellt werden will, muss bestimmte Eigenschaften mit sich führen, um die hohen Anforderungen des Auswahlverfahren für die Kommandokräfte zu bestehen. Dabei sollte folgende Merkmale besonders ausgeprägt sein: 

  • körperliche Leistungsfähigkeit 
  • Teamfähigkeit
  • Lernwillig
  • psychische Belastbarkeit und Willensstärke
  • Stressresistenz
  • Verantwortungsbewusstsein und Verschwiegenheit
  • Anpassungsfähigkeit und Flexibilität 
  • Reisebereitschaft

KSK Voraussetzungen

Für die Verwendung als Kommandosoldat gilt nach Abschluss der Ausbildung zum KdoSdt eine Mindestverfügbarkeit von 6 Jahren, unabhängig von der militärischen Laufbahn und Verwendung. Die KSK Bewerber benötigen bei der Anreise zum  Potentialfeststellungsverfahren (PFV) Teil 1 eine Konferenzbescheinigung mit Ermächtigung Geheim, Zutrittsberechtigung zu Sabotageschutzbereichen sowie die Zugangsberechtigung zu Kryptomitteln. Des Weiteren muss spätestens mit Bewerbungseingang unmittelbar eine Sicherheitsüberprüfung der Stufe 2-VS, sofern nicht bereits vorhanden, eingeleitet werden. Hier ist es zu empfehlen ein vorläufiges Ergebnis anzufordern und im Antrag den Hinweis auf eine geplante Verwendung im KSK anzugeben. Außerdem sind folgende Nachweise und Unterlagen mitzuführen und u. a. bei Antritt vorzulegen: 

  • Checkliste SAN – befüllt (wird mit Anforderung der Kommandierung verschickt)
  • alle Untersuchungsbefunde im Rahmen der 90/5 (Kopie)
  • Belastungs-EKG (nicht älter als 4 Wochen) 
  • Fallschirmsprungverwendungsfähigkeit (nicht älter als 4 Wochen)
  • Einzelkämpferverwendungsfähigkeit (nicht älter als 4 Wochen)
  • Verwendungsfähigkeit Fast Roping (nicht älter als 4 Wochen)
  • Sicherheitsüberprüfung Ü1 abgeschlossen, Ü2-VS eingeleitet
  • ab PFV Teil 1 Konferenzbescheinigung mitführen
  • Bestätigung der Abnahme der sportlichen Leistungen durch den Disziplinarvorgesetzten

Ansprechpartner KSK:

Division Schnelle Kräfte G1
Personalwerbetrupp KSK (PWT KSK)
Graf-Zeppelin-Straße 22
D 75365 Calw

Telefon: +49(0)7051 791-2167
E-Mail: pwtcalw@bundeswehr.org

Sporttest in der Stammeinheit: Ermittlung der Leistungsfähigkeit mit dem 7D-Test

In Bezug auf das KSK Auswahlverfahren müssen die Bewerber/-innen im Vorfeld ihre Leistungsfähigkeit mittels eines Sporttests unter Beweis stellen. Der Sporttest besteht aus 7 Teildisziplinen, die alle wesentlichen konditionellen Merkmale einzeln überprüft und nach Berechnung der Punktsumme ein Abbild der persönlichen Leistungsfähigkeit aufzeigt. Hierbei wird in drei Leistungsgruppen C, B und A die aktuelle körperliche Leistungsfähigkeit gemessen. Nur mit dem erreichen der Punktsumme für die Leistungsgruppe A hat man das Leistungsniveau erreicht, um am Potentialfeststellungsverfahren teilnehmen zu dürfen. Der 7D-Test wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt, wobei die Disziplinen 1 bis 6 an Tag 1 und Disziplin 7 an Tag 2 absolviert wird. Je niedriger dabei die Punktsumme ist, umso höher ist die individuelle Leistungsfähigkeit zu bewerten.

Disziplin 1: 4 x 9m Pendellauf

Leistungsgruppe A
unter 9 s
1 Punkt
Leistungsgruppe B
9 - 9,7 s
3 Punkte
Leistungsgruppe C
länger als 9,7 s
5 Punkte

Disziplin 2: Standweitsprung

Leistungsgruppe A
mehr als 245 cm
1 Punkt
Leistungsgruppe B
zwischen 215 - 245 cm
3 Punkte
Leistungsgruppe C
weniger als 215 cm
5 Punkte

Disziplin 3: Bankdrücken (75 % des eigenen Körpergewichts)

Leistungsgruppe A
mehr als 20 Wdh.
1 Punkt
Leistungsgruppe B
10 - 20 Wdh.
3 Punkte
Leistungsgruppe C
weniger als 10 Wdh.
5 Punkte

Disziplin 4: Klimmzüge

Leistungsgruppe A
mehr als 12 Wdh.
1 Punkt
Leistungsgruppe B
5 - 12 Wdh.
3 Punkte
Leistungsgruppe C
weniger als 5 Wdh.
5 Punkte

Disziplin 5: Jump-Over-Burpees (90 Sekunden Zeitlimit)

Leistungsgruppe A
mehr als 20 Wdh.
1 Punkt
Leistungsgruppe B
12 - 20 Wdh.
3 Punkte
Leistungsgruppe C
weniger als 12 Wdh.
5 Punkte

Disziplin 6: 12 Minuten-Lauf

Leistungsgruppe A
mehr als 2.900 m
1 Punkt
Leistungsgruppe B
2.400 - 2.900 m
3 Punkte
Leistungsgruppe C
weniger als 2.400 m
5 Punkte

Disziplin 7: 10 km Dauerlauf

Leistungsgruppe A
unter 48 min
1 Punkt
Leistungsgruppe B
48 - 60 min
3 Punkte
Leistungsgruppe C
länger als 60 min
5 Punkte

Gesamtpunkte der Leistungstabelle

Alle erbrachten Leistungen aus den 7 Disziplinen werden summiert und ergeben eine Gesamtpunktzahl. Der erreichte Wert kann dann anhand der Leistungstabelle einer der drei Leistungsgruppen zugeordnet werden.   

Leistungsgruppe A
7 bis14 Punkte
Leistungsgruppe B
15 bis 25 Punkte
Leistungsgruppe C
26 bis 35 Punkte

Bei einem Punktewert zwischen 7 und 14 Punkten ist das Leistungsniveau für eine Teilnahme am Potentialfeststellungsverfahren in Calw erreicht. Sollte das Niveau aus der Leistungsgruppe A nicht erreicht werden, muss der 7D-Test erneut absolviert werden.   

KSK Einstellungstest: Potentialfeststellungsverfahren (PFV)

Der KSK Einstellungstest für angehende Kommandosoldaten besteht aus einen mehrteiligen Potentialfeststellungsverfahren (PFV). In diesem werden die Bewerber/-innen höchsten psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt und müssen dabei unterschiedlichste Testsituationen meistern. So können die erfahrenen Ausbilder und Psychologen die Eignung eines Bewerbers systematisch feststellen und nach dem Leistungsprinzip entscheiden. Das PFV ist jeweils in zwei Teile gegliedert und wird zweimal jährlich durchgeführt – einmal im zweiten Quartal des Jahres und einmal im vierten Quartal des Jahres. Bei Kommandooffiziersanwärtern folgt im direkten Anschluss an Teil 2 des Potentialfeststellungsverfahren ein Teil 3. 

Teil 1 des PFV dauert eine Woche und beinhaltet einen Sporttest und ein psychologisches Auswahlverfahren mit CAT. Bei Bestehen des ersten Teils werden die Bewerber/-innen in einem 10-Wochen Qualifizierungsprogramm auf den Teil 2/3 vorbereitet. Teil 2 und Teil 3 finden in Calw und Umgebung statt und sind mit Abstand der herausforderndste Abschnitt des Potentialfeststellungsverfahren für die Kommandoanwärter. Hier werden körperliche sowie mentale Höchstleistungen abverlangt. Im Anschluss wird das PFV mit dem erfolgreichen Abschluss der Schießausbildung SpezlKrH und der Eröffnung der Teilnahme zur Kommandoausbildung durch den Kommandeur KSK beendet.  

Potentialfeststellungsverfahren Teil 1

Im Potentialfeststellungsverfahren Teil 1 werden neben den psychologischen und kognitiven Testverfahren, das vom Psychologischen Dienst KSK durchgeführt wird, auch die körperlichen Leistungsfähigkeiten sowie die Trainierbarkeit geprüft. Der erste Teil des PFV dient dazu potentielle Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildung und Verwendung als Kommandosoldat im KSK zu testen. Ziel ist es die Grundfitness, Teamfähigkeit, Lernfähigkeit und Lernwilligkeit sowie Fallschirmsprungwilligkeit zu überprüfen.  

Körperliche Leistungsfähigkeit mit Physical Fitness Test (PFT)

  • Psycho-Motorik-Test (PMT): koordinativer- und militärspezifischer Bewegungsparcour
  • Überwinden der standardisierten Hindernisbahn: mit Feldanzug und Helm in max. 1:40 min
  • Überprüfung der Fallschirmsprungwilligkeit: 12 Meter Sprungturm
  • Überprüfung der Schwimmfertigkeit: 200 m in max. 6 min
  •  5 Klimmzüge im Ristgriff
  • Laufbandstufentest

Elemente des PFT

  • Pendellauf 4 x 9 m
  • Standweitsprung
  • Liegestütze
  • Sit-Ups

Pro Disziplin des Physical Fitness Test können max. bis zu 6 Punkte erreicht werden, wobei die Mindestanforderung für das PFV Teil 1 bei 3 Punkte liegt. Der PFT gilt dann als bestanden, wenn insgesamt mind. 20 Punkte erzielt worden sind. 

Psychologisches Testverfahren mit CAT

  • CAT-Test (Adaptives Testverfahren)
  • Fragebögen
  • Persönlichkeitstest
  • Gruppensituationsverfahren (Höflichkeit und aktive Teilnahme)
  • Impulsvortrag (kurz und prägnant die Kerndaten darlegen)
  • Interview

Testbereiche des CAT-Test

  • Rechtschreibung
  • Prozentrechnen
  • Flächenberechnung
  • Wurzelrechnen
  • Matrizen
  • Wortanalogien

Empfehlungen Testvorbereitung PFV 1

  • Tageszeitungen
  • Diverse Apps („Neuronation“, „Gehirnjogging“)
  • Testtrainer für CAT-Test und psychologisches Auswahlverfahren

10-Wochen Qualifizierungsprogramm (10WQP)

Nach erfolgreichen bestehen des ersten Teil des Potentialfeststellungsverfahrens schließt sich das 10-Wochen-Qualifizierungsprogramm (10WQP) an. Das Programm setzt sich inhaltlich aus vier Hauptbereichen zusammen: Verbesserung der Marschleistung, sportliches Training zur Erhöhung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Vermittlung von technisch‐taktischen und mentalen Grundfertigkeiten sowie Teamentwicklungsmaßnahmen. Die Teilnehmer werden durch die Ausbilder, bestehend aus Kommandokräften und Sportlehrer KSK, über einen Zeitraum von zehn Wochen, mental und physisch auf das Potentialfeststellungsverfahren Teil 2 vorbereitet. Des Weiteren wird innerhalb des 10WQP der 7 km Gepäcklauf mit 20 kg Zusatzlast und der SGT (Soldaten‐Grundfitness‐Tooldurchgeführt und bewertet.

10WQP: Sportliche Anforderungen

  • Ausdauerläufe
  • Schwimmausbildung
  • Zirkeltraining
  • Militärische Fitness
  • 7 km Gepäcklauf mit 20 kg in max. 52:00 min

10WQP: Ausbildung und Praxis

  • Märsche bis zu 140 km pro Woche
  • Bahn der Selbstüberwindung
  • Überwinden von Gewässern
  • Orientieren im Gelände
  • Leben im Felde

Potentialfeststellungsverfahren Teil 2

Das Potentialfeststellungsverfahren Teil 2, auch bekannt als die “Höllenwoche”, bildet die Spitze des PFV für die angehenden Kommandoanwärter und bringt die Teilnehmer an ihre körperlichen und mentalen Grenzen. Die Kombination aus körperlicher Belastung, wenig Nahrung und Schlafdefizit über mehrere Tage hinweg, kann einzig durch eine außerordentliche körperliche Leistungsfähigkeit und einen absoluten Willen bewältigt werden. Hier spielen neben einem trainierten und strapazierfähigen Körper, mit ausgesprochener Marschhärte, Grundlagenausdauer, Laktattoleranz und Kraftausdauer eine entscheidende Rolle. Dabei sollten folgende Richtwerte für die Ausdauerleistungsfähigkeit kein Problem darstellen: 

  • 7 km Gepäcklauf mit 20 kg Zusatzlast unter 45 min
  • 3.000 Meter-Lauf in unter 12 Minuten
  • Anaerobe Schwelle von 13 km/h oder höher
  • Ein 40 km Marsch sollte keine Herausforderung darstellen

Für die Einschätzung der körperlichen und psychischen Belastbarkeit, werden die Bewerber/-innen von erfahrenen Ausbildern und Ärzten rund um die Uhr begleitet und beobachtet. In der “Höllenwoche” müssen die Teilnehmer unter anderem mit voller Einsatzausrüstung und Gewehr Eilmärsche durch schwieriges Gelände absolvieren, sich von Steilwänden abseilen, schnelle Aufstiege von mehreren hundert Metern sowie Krankentransporte mit Baren und Lastentransporte hinter sich bringen. In den mehrtägigen Durchlageübungen bewegen sich die Soldatinnen und Soldaten im Gruppenrahmen in teilweise schwerem Höhengelände durch den Schwarzwald. 

Wer auch Teil 2 des PFV erfolgreich hinter sich bringt und als Kommandosoldat geeignet erscheint, durchläuft zunächst eine dreimonatige Grundausbildung, die gleicherweise eine weitere Probezeit darstellt. Sollte das PFV oder die Probezeit nicht bestanden werden, geht es wieder in den jeweiligen Truppenteil zurück

Empfehlungen für sportliche Ausrüstung

Abgesehen von der Sportbekleidung für jede Wetterlage, sind folgende sportliche Ausrüstungsgegenstände für die Vorbereitung zu empfehlen: 

  • Trekkingstiefel (z. B. Hanwag Yukon)
  • Wandersocken (nicht gepolstert)
  • Hirschtalgcreme
  • Puls-Uhr mit Brustgurt
  • Schlingentrainer
  • Medizinball (z. B. 5 kg)
  • Faszienrolle
  • Schwimmbrille

Vorbereitung für Grenzsituationen

Im Potentialfeststellungsverfahren KSK wird jede/r Bewerber/-in in Grenzsituationen gebracht, in denen letztendlich der Kopf über den Körper und die Leidensfähigkeit entscheiden muss. Daher ist eine langfristige Vorbereitung, physisch wie mental, unabdingbar und erhöht die Chancen hinsichtlich der extremen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine professionelle Einstellung und die richtige Ausrüstung gehört ebenso dazu, wie ein abgestimmter Trainingsplan auf die individuelle Ausgangssituation. Eine versierte Vorbereitung erfordert demnach höchste Disziplin, Motivation und einen gut strukturierten Arbeits‐ bzw. Trainingsalltag.        

Der Wille Entscheidet!

Potentialfeststellungsverfahren Teil 3 (Offiziere)

Das Potentialfeststellungsverfahren Teil 3, welches drei Tage dauert, ist nur für Offiziere (m/w) vorgesehen. Hier müssen die Kommandooffizierbewerber (KdoOffzBew) vor allem ihre Führungsfähigkeiten in Extremsituationen unter Beweis stellen. Folgende Anforderungen sind im PFV Teil 3 zu meistern:  

  • Führungsfähigkeit (Anspruch und Wille)
  • Durchsetzungsvermögen
  • Taktisches Verständnis
  • geistige Flexibilität
  • Entschlossenheit

Beitrag: Kommandosoldaten trainieren wie Spitzensportler

Kaum eine Verwendung in der Truppe ist körperlich und psychisch so anspruchsvoll wie die der Kommandosoldaten. Mit einem neuen Ansatz arbeitet das Kommando Spezialkräfte in Calw daran, seine Einsatzbereitschaft langfristig zu sichern.
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