Offizierslaufbahn: Offizier bei der Bundeswehr

Die Offizierslaufbahn gehört zu den beliebtesten Karrierewegen bei der Bundeswehr. Kein Wunder, denn der Job als Offizier (m/w) ist wie kein anderer. Denn Soldatinnen und Soldaten in der Laufbahn der Offiziere können verschiedene Wege einschlagen, ob als Pilot eines Kampfflugzeuges, Zugführer in einer Panzerkompanie, nautischer Offizier auf einem Schiff oder Feldjägeroffizier, die Aufgaben und Tätigkeiten der Offizierslaufbahn sind abwechslungsreich und vielfältig, aber auch fordernd und mit einer hohen Verantwortung verbunden. Als Vorgesetzter und Ausbilder tragen die Offiziere (m/w) des Truppendienst früh Verantwortung und sind unmittelbar in den Kompanien, auf Schiffen und in Geschwadern eingesetzt. Offiziere (m/w) führen und erziehen nicht nur die ihnen anvertrauten Soldaten und bilden diese aus, sie müssen tägliche Verwaltungsaufgaben erledigen, wie zum Beispiel Ausbildungen planen, Befehle schreiben, Material verwalten oder Beurteilungen verfassen. 

Offizierslaufbahn
©Bundeswehr/Steve Back

Bundeswehr Einstellungstest

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Das Assessment Training besteht aus 5 Kategorien (Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration und Wissen), aus denen jeweils 20 Fragen per Zufallsprinzip ausgewählt werden. Für die Beantwortung aller 20 Fragen hast du insgesamt 8 Minuten Zeit. Während des Tests wird dir die ablaufende Zeit angezeigt.

1 / 20

Kategorie: Mathematik

Familie Krüger möchte ihr Wohnzimmer neu streichen. Mit 5 Liter superweiß aus dem Baumarkt können 40 m² Fläche gestrichen werden. Wie viel Liter Farbe benötigt Familie Krüger, wenn das Wohnzimmer 6 Meter breit, 8 Meter lang und 3 Meter hoch ist?  

2 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Formel zur Berechnung des elektrischen Widerstands ist korrekt?

3 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Was versteht man unter einem "Putsch" im politischen Sinne?

4 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

5 / 20

Kategorie: Konzentration

Zähle alle Buchstaben d mit 2 Strichen. 

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6 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Bei welcher chemischen Reaktion wird ein Stoff gezielt hergestellt?

7 / 20

Kategorie: Logik

Welches Wort ergänzt die Gleichung sinnvoll?

Tee : Alkohol = Medizin : ?

8 / 20

Kategorie: Logik

Welches Wort passt nicht in die Reihe?

9 / 20

Kategorie: Logik

Welches Wort ergänzt die Gleichung sinnvoll?

wütend : schreien = fokussiert : ?

10 / 20

Kategorie: Konzentration

Welcher Würfel passt zur Abbildung?

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11 / 20

Kategorie: Mathematik

Wie groß ist die Dreiecksfläche A?

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12 / 20

Kategorie: Mathematik

Der tägliche Arbeitsweg von Frau Schmidt ist 34 km lang. Ihre Geschwindigkeit beträgt im Durchschnitt 65 km/h. Wie viel Minuten benötigt Frau Schmidt zu ihrer Arbeit?

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Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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14 / 20

Kategorie: Konzentration

Welcher Würfel passt zur Abbildung?

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15 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Was wird mit dem Begriff „Reichspogromnacht“ verbunden?

16 / 20

Kategorie: Mathematik

Löse die Aufgabe unter Beachtung der Klammerregeln. Wie lautet das korrekte Ergebnis?

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Kategorie: Mathematik

Wie groß ist die Mantelfläche des Zylinders?

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18 / 20

Kategorie: Konzentration

Wie viele Fehler haben sich in der Abschrift eingeschlichen? 

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19 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

20 / 20

Kategorie: Konzentration

Wie viele Fehler haben sich in der Abschrift eingeschlichen? 

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Zu den Testtrainern

Themen im Beitrag:

Offizierslaufbahn: Voraussetzungen

Nicht alle Bewerberinnen und Bewerber kommen in den Genuss eine Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Über 12.000 Bewerbungen gab es 2020 für die Offizierslaufbahn, allerdings sind die Prüfplätze begrenzt. Nur maximal 6.300 Offizierbewerber/-innen können pro Jahr im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in der Kölner Mudra-Kaserne getestet werden.

An Offiziere (m/w) werden hohe Anforderungen gestellt, dementsprechend ist auch die Vorbereitung für die verantwortungsvollen Aufgaben intensiv. In der Offiziersausbildung lernen die Offiziere (m/w) und Offizieranwärter/-innen daher, ihre Verpflichtungen und Herausforderungen sicher zu meistern. Neben dem akademischen Studium an einer der Universitäten der Bundeswehr erhalten die Anwärter-/-innen für die Laufbahn der Offiziere eine umfassende praxisorientierte militärische sowie fachspezifische Ausbildung.

Zugangsvoraussetzungen

  • Staatsangehörigkeit: Deutsche oder Deutscher im Sinne Art. 116 des Grundgesetzes
  • Mindestalter: 17 Jahre (mit Einverständnis der Sorgeberechtigten)
  • Schul-/Berufsausbildung: 
    1. Allgemeine Hochschulreife oder 
    2. fachgebundene Hochschulreife oder 
    3. Fachhochschulreife oder 
    4. mittlere Reife und eine anerkannte Berufsausbildung (für den Ausbildungsgang mit integriertem Studium zzgl. Nachweis über die nicht-schulisch erworbene Hochschul-/Fachhochschul-Zugangsberechtigung)
  • Mindestverpflichtungsdauer: 13 Jahre, 16 Jahre im fliegerischen Dienst, 17 Jahre im Sanitätsdienst

Offizierslaufbahn: Soldat und Ausbilder mit Studium

Offiziere (m/w) bei der Bundeswehr sind vor allem, für die Führung, Ausbildung und Erziehung ihrer Soldatinnen und Soldaten in den diversen Aufgabenbereichen der Streitkräfte verantwortlich. Dafür erfordert es besondere Menschenkenntnisse, Durchsetzungsvermögen sowie fachliche Kompetenzen und pädagogische Fertigkeiten. Außerdem ist ein hohes Maß an Fürsorge gegenüber dem unterstellten Personal und Einsatzmittel erforderlich. In komplexen Situationen müssen Offiziere (m/w) schnell und verantwortungsvoll handeln und vor allem richtige Entscheidungen treffen können, dass erfordert neben den fachlichen Kompetenzen und Führungsfähigkeiten, auch hohe körperliche Leistungsfähigkeiten.

Offiziersstudium

Die Offiziersausbildung vermittelt nicht nur militärischen Inhalte. Für Offiziersanwärter/-innen bietet die Bundeswehr die Chance, ein Studium an einer der beiden Bundeswehruniversitäten durchzuführen. Hier kann aus rund 50 Bachelor- und Masterstudiengängen gewählt werden. Wer in der Laufbahn der Offiziere (m/w) ein Medizin-, Zahn- oder Tiermedizinstudium absolvieren möchte, der kann als Arzt/Ärztin bzw. als Veterinärmediziner/ -in in der Bundeswehr arbeiten. Wer ein abgeschlossenes Pharmaziestudium in der Hand hat, kann bei der Bundeswehr als Apotheker oder Apothekerin tätig sein. Offiziersanwärter/-innen im Sanitätsdienst können das Studium in ihrer Dienstzeit an einer zivilen Universität absolvieren. Sollte ein abgeschlossenes Medizinstudium bereits vorhanden sein, dann kann man ebenfalls fertig ausgebildet zur Bundeswehr kommen und sich bewerben. 

Offizierslaufbahn: Dienstgrade & Besoldungsgruppen

Leutnante und Hauptleute

Leutnant/Leutnant zur See

3 Jahre Dienstzeit

Besoldungsgruppe A 9

Oberleutnant/Oberleutnant zur See

2,5 Jahre als Offizier

Besoldungsgruppe A 10

Hauptmann/Kapitänleutnant

5 Jahre als Offizier

Besoldungsgruppe A 10 oder A 11

Stabsarzt/Stabsapotheker/Stabsveterinär

mit Approbation/staatlicher Prüfung

Besoldungsgruppe A 13

Stabshauptmann/Stabskapitänleutnant

15 Jahre als Offizier

Besoldungsgruppe A 13

Stabsoffiziere

Major/Korvettenkapitän

9 Jahre als Offizier

Besoldungsgruppe A 13

Oberstabsarzt/Oberstabsapotheker/ Oberstabsveterinär

2 Jahre als Sanitätsoffizier

Besoldungsgruppe A 14

Oberstleutnant/Fregattenkapitän

13 Jahre als Offizier

Besoldungsgruppe A 14 oder A 15

Oberfeldarzt/Oberfeldapotheker/ Oberfeldveterinär/Flottillenarzt/ Flottillenapotheker

5 Jahre als Sanitätsoffizier

Besoldungsgruppe A 15

Oberst/Kapitän zur See

15 Jahre als Offizier

Besoldungsgruppe A 16, B 2 oder B 3

Oberstarzt/Oberstapotheker/ Oberstveterinär/Flottenarzt/ Flottenapotheker

10 Jahre als Sanitätsoffizier

Besoldungsgruppe A 16, B 2 oder B 3

Generale

Brigadegeneral/Flottillenadmiral

Besoldungsgruppe B 6

Generalarzt/Generalapotheker/ Admiralarzt

Besoldungsgruppe B 6

Generalmajor/Konteradmiral

Besoldungsgruppe B 7

Generalstabsarzt/Admiralstabsarzt

Besoldungsgruppe B 7

Generalleutnant/Vizeadmiral

Besoldungsgruppe B 9

Generaloberstabsarzt/Admiraloberstabsarzt

Besoldungsgruppe B 9

General/Admiral

Besoldungsgruppe B 10 oder B10Z

Offiziere (m/w) können nach Ablauf ihrer aktiven Dienstzeit bis zum Ablauf des Monats, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden, die Bundeswehr als Reservist oder Reservistin weiterhin unterstützen.

Welches Gehalt du als Offizier (m/w) bei der Bundeswehr verdienst, ist in erster Line vom Dienstgrad und der Erfahrungsstufe abhängig. Zudem lassen Zulagen und Zuschläge, wie z. B. der Familienzuschlag das Grundgehalt weiter ansteigen. Mehr zur Besoldung bei der Bundeswehr und den jeweiligen Besoldungsgruppen kannst du auf unserer Seite Besoldung, Zulagen und Versorgung nachlesen. 

Offizier Gehalt

Die hier aufgeführten Gehaltsbeispiele für die Offizierslaufbahn sind Musterberechnungen.
Dein tatsächliches Offizier Gehalt ist abhängig von deiner persönlichen Lebenssituation. Mit dem Bezügerechner des Bundesverwaltungsamt kannst du die Höhe deines Gehalts ermitteln.

Gehaltsbeispiele im Studium

Gehaltsbeispiele nach dem Studium

Stand: April 2021

Offizierslaufbahn: Bewerbung und Einstellung

Für eine Offizierslaufbahn Bewerbung solltest du zuerst die Karriereberatung der Bundeswehr kontaktieren. Beachten bitte auch, den grundsätzlichen Bewerbungsschluss zum 01.03. des Jahres, in dem du eingestellt werden möchtest! Du kannst dich aber auch schon 6 bis 12 Monate vor dem gewünschten Einstellungstermin bewerben – je früher desto besser.

Für das Einstellungsjahr Jahr 2020 sind mehr als 12.000 Bewerbungen für die Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr eingegangen und nur 6.300 Bewerber/-innen wurden zum Prüfungsverfahren nach Köln eingeladen. Am Ende durften sich insgesamt 2.500 angehende Offiziere glücklich schätzen, einen der begehrten Studienplätze bei der Bundeswehr zu bekommen.

Offizierslaufbahn: Auswahlverfahren

Für die Bewerber der Laufbahn der Offiziere (m/w) findet das mehrtägige Auswahlverfahren im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln statt. Dort schaffen es nur die Besten der Besten eine Stelle als Offizieranwärter/-in zu ergattern, denn sowohl die Prüf- als auch die Ausbildungsplätze sind pro Jahr stark begrenzt.

Im Auswahlverfahren müssen die angehenden Offiziere (m/w) unterschiedlichste Stationen und Tests durchlaufen, wo sie entweder alleine oder in der Gruppe ihre Fähigkeiten aufzeigen müssen. Persönliche Gespräche und computergestützte Tests, in denen die Bewerberinnen und Bewerber ihre charakterlichen sowie kognitiven Stärken präsentieren, sind ebenfalls fester Bestandteil des Auswahlverfahrens. Um den körperlichen Anforderungen der Bundeswehr gerecht zu werden, wird im Rahmen einer medizinischen Untersuchung und eines Basis-Fitness-Tests, jeder Bewerber ausgiebig geprüft. Wurden alle Tests und Untersuchungen erfolgreich abgeschlossen, erfolgt zum Abschluss ein Gespräch mit dem zuständigen Einplaner, der auf Grundlage der erbrachten Leistungen und Fähigkeiten der Bewerber sowie dem bestehenden Bedarf eine Einstellung in die Offizierslaufbahn feststellt.

Ablauf des Auswahlverfahren

Wer eine Karriere als Offizier (m/w) bei der Bundeswehr anstrebt, benötigt nicht nur ausgeprägte Menschenkenntnisse, sondern muss auch über ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein verfügen, logisch Denken können und Durchsetzungsvermögen haben. Da nicht jeder Bewerber den hohen Anforderungen gerecht werden kann, prüft das Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr bis zu 200 Offizierbewerber/-innen wöchentlich, um geeignete Nachwuchskräfte zu finden.

Tag 1 - Ankunft

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Ankunft und Einweisung

Jeder Bewerber der eine Einladung zum Auswahlverfahren für die Laufbahn der Offiziere erhalten hat, muss an der Wache zur Mudra-Kaserne in Köln vorbei. Rund 30 bis 40 Bewerber werden an einem Tag auf Eignung getestet. Gegen Nachmittag beginnt der erste Teil des Assessments mit einem Einweisungsvortrag. Alle Offizierbewerber/-innen erhalten zusammen umfangreiche Informationen zu Organisation und Ablauf des Auswahlverfahrens.

Laufzettel und Informationen

Ist die Einweisung abgeschlossen, bekommt jeder Bewerber den so genannten Laufzettel zur Hand. Dort ist vermerkt, wo und wann jeder an den Prüfungstagen eingeplant ist. Die Bewerber, die noch eine Studienberatung erhalten, bekommen zusätzlich einen Studienberatungsbogen ausgehändigt. Dieser muss bis zum Folgetag ausgefüllt sein.

Biografischer Fragebogen (Bio-Bogen)

Den biografischen Fragebogen erhalten alle Bewerberinnen und Bewerber. Darauf befinden sich rund zwanzig persönliche Fragen, zum Beispiel über Engagements, Nebenjobs oder gemeinnützige Tätigkeiten sowie Angaben zu Praktika oder Freizeitaktivitäten, die sofort beantwortet werden sollen. Des Weiteren möchte man wissen warum man Offizier (m/w) werden möchte und wie man zu Auslandseinsätzen in Krisengebieten steht.

All diese Informationen sind im späteren Verlauf des Assessments für die Offiziere (m/w) der Prüfkommission wichtig, denn so kann man sich über jeden Bewerbenden einen Überblick verschaffen und auf das bevorstehende Interview vorbereiten.

Tag 2 - Basiseignung

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Wer nicht schon am ersten Tag aussortiert wurde, für den geht das Eignungsverfahren am zweiten Tag weiter. Ab jetzt muss jeder Bewerber seine besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Der Aufsatz

Der zweite Tag des Assessments beginnt früh und startet mit einem Aufsatz. Hier müssen zwei Wortpaare bzw. Begriffe voneinander abgegrenzt werden. Damit soll man den Prüfern zeigen, dass man in der Lage ist, sich schriftlich ausdrücken zu können. Außerdem wird auch großer Wert auf die Grammatik und Rechtschreibung gelegt. Für den ganzen Aufsatz hat man 30 Minuten Zeit.

Ärztliche Untersuchung

Jeder Bewerber muss sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen, um die gesundheitliche Eignung für die Offizierslaufbahn feststellen zu können. In der Voruntersuchung werden vom Amtsarzt Hör- und Sehvermögen getestet, Blutdruck gemessen sowie eine Urinprobe genommen für ein anschließendes Drogenscreening. Weiter werden das Gewicht und die Körpergröße vermerkt.

Nach der Voruntersuchung steht die ärztliche Untersuchung an. Zunächst wird über etwaige Vorerkrankungen gesprochen, bevor es dann zur körperlichen Untersuchung kommt. Im Vordergrund stehen hier die Untersuchung von Herz und Kreislauf, die Belastbarkeit von Gliedmaßen und die Begutachtung der Wirbelsäule.

CAT-Test

Beim CAT-Test, Computerattestiertes-Testverfahren, werden die Bewerber je nach gewünschter Verwendung mittels unterschiedlicher Testverfahren am Computer geprüft. Der Computertest besteht größtenteils aus Multiple-Choice Fragen in den Bereichen Deutsch, Logik, Mathematik und Englisch.

Persönlichkeitstest (PMO)

Der Persönlichkeitstest, auch unter der Abkürzung PMO (Persönlichkeitsmerkmale Offizier) bekannt, ist Teil des computerattestierten Testverfahrens und erfolgt direkt im Anschluss am PC. Der PMO besteht aus 116 Fragen, die recht zügig beantwortet werden müssen. Die Bewerber werden über ihre Persönlichkeitsmerkmale zu bestimmten Themen abgefragt. Antworten werden durch eine Kategorisierung von „Trifft zu“ bis hin zu „Trifft gar nicht zu“ eingestuft.

Mathekompetenztest (MKO)

Der Mathekompetenztest im Auswahlverfahren unterscheidet sich noch mal vom CAT-Test und prüft mathematische Kenntnisse aus der Oberstufe sowie logische Verständnis- und Textaufgaben. Unter anderem Differential- und Integralrechnung, Flächen- und Volumenberechnung, Prozentrechnung, Formelumstellung, Dreisatz, Brüche, Stochastik und Potenzen. Das Ergebnis im Mathetest entscheidet maßgeblich darüber, ob der gewünschte Studiengang belegt werden kann und die Studienfähigkeit gegeben ist.

Gruppensituationsverfahren (GSV)

Im Gruppensituationsverfahren wird die Verhaltensweise der Offizierbewerber in einer Gruppe getestet. Eine Gruppe besteht immer aus ca. drei bis fünf Kandidaten, die während des Verfahrens, durch drei Prüfer, unter ständiger Beobachtung stehen. Die Gruppe wird mit insgesamt drei verschiedenen Situationen konfrontiert.

Krisenmanagement

Hier wird der Gruppe eine Krisensituation gegenübergestellt, die sie zu bewältigen hat. 

Ressourcenknappheit

Eine begehrte Ressource reicht nicht für alle Gruppenmitglieder aus. Jeder hat aber den gleichen Anspruch darauf. Hier müssen Lösungen geschaffen werden.

Kurzvortrag

Für den Kurzvortrag, den jeder Bewerber vor der Gruppe halten muss, gibt es 25 Minuten Vorbereitungszeit. Die Themen werden von der Prüfkommission bereitgestellt. Hier hat man in der Regel zwei Auswahlmöglichkeiten, die sich mit aktuellen Fragestellungen befassen. Der Kurzvortrag sollte nicht länger als 10 Minuten sein.

Interview

Wurde das Gruppensituationsverfahren von allen Kandidaten geschafft, folgt im Anschluss das Interview. Hier wird sich zeigen, wer zu den Besten gehört und ob ein Bewerber wirklich das Zeug zum Offizier hat. Das Interview ist ähnlich wie ein klassisches Vorstellungsgespräch und soll in erster Linie dazu dienen mehr über den Menschen zu erfahren, der einem gegenübersitzt. Begleitet von einem Psychologen und einem Offizier, werden dem Bewerber unterschiedlichste Fragen zur Politik, Geschichte sowie aus dem aktuellen Tagesgeschehen gestellt. Des Weiteren liegen den Prüfern alle Informationen und Testergebnisse sowie der biografische Fragebogen vor, die sie unter Umständen mit in das Gespräch einfließen lassen.

Darüber hinaus möchte die Prüfkommission wissen, wie gut sich ein Bewerber mit der Bundeswehr und dem dazugehörige Aufgabenspektrum auskennt. Daher sind Fragen zur gewünschten Verwendung und dem Berufsbild der Bundeswehr fester Bestandteil des psychologischen Gesprächs.

Erste Ergebnisse

Nach kurzer Rücksprache der Prüfkommission untereinander wird einem mitgeteilt, wie man sich geschlagen hat und ob man als Offizier (m/w) geeignet ist oder nicht. Wer hier eine Zusage erhält, darf auch am nächsten Tag am Auswahlverfahren teilnehmen.

Tag 3 - Sporttest & Einplanung

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Nach dem ersten Prüfungstag ist bereits für einige Offizierbewerber/-innen Schluss im Auswahlverfahren, der Rest wird am dritten Tag in einem Sporttest noch einmal gefordert.

Basis-Fitness-Test (BFT)

Der Basis-Fitness-Test wird für alle Bewerberinnen und Bewerber am frühen Morgen in der Sporthalle der Kölner Mudra-Kaserne stattfinden. Nach einer kurzen Aufwärmphase werden die Kandidaten in zwei Gruppen aufgeteilt. Die sportliche Eignungsfeststellung besteht aus drei Disziplinen: 11 x 10 Meter Pendellauf, Klimmhang und dem Fahrradergometer-Test.

Pendellauf

Beim 11 x 10 Meter Pendellauf startet der Bewerber auf dem Bauch liegend von einer Matte und sprintet nach Startschuss zehn Meter bis zum Hütchen und wieder zurück. Angekommen geht es wieder in die Ausgangslage auf die Matte, Hände hinter den Rücken führen und wieder los sprinten. Das Ganze wird fünfmal gemacht und danach die Zeit gestoppt. Wird der Pendellauf unter einer Minute absolviert, hat man bestanden.

Klimmhang

Die zweite Disziplin ist der Klimmhang, ausgeführt an einer Reckstange. Alle Bewerber müssen im Klimmhang mit ihrem Kinn über die Stange mindestens fünf Sekunden ausharren. Dabei darf der Hals die Reckstange nicht berühren.

Fahrradergometer-Test

Die dritte und letzte Disziplin in der Sportprüfung, der Fahrradergometer-Test. Hier müssen die Bewerber/-innen auf einem Fahrradergometer kräftig in die Pedale treten und eine Strecke von 3.000 Meter innerhalb von 6:30 Minuten zurücklegen.

Ergebnis

Sollte der Basis-Fitness-Test nicht bestanden werden, ist man nur derzeitig nicht als Offizier (m/w) geeignet. Das heißt, innerhalb von sechs Monaten kann der Sporttest wiederholt werden.

Studienberatung

Ein Studienberater wird zunächst die schulischen Leistungen und die Ergebnisse des Mathekompetenztests sowie des Computertests in ein Programm eingeben, um ein individuelles Leistungsprofil von der Bewerberin bzw. dem Bewerber zu erstellen. Dieses Ergebnis kann dann mit möglichen Studiengängen der Bundeswehr abgeglichen werden, um zu sehen, ob ein Bewerbender für ein Studium geeignet ist oder nicht. So können alle Bewerber/-innen den Wünschen entsprechend zu ihrem Studium beraten werden. Sollte dies nicht der Fall sein, werden alternative Studiengänge aufgezeigt.

Einplanung

Mit der Einplanung endet auch das Auswahlverfahren im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr. Der Einplaner bespricht zunächst mit den Bewerbern/-innen, ob ihre Studien- und Karrierewünsche verwirklicht werden können. Hier gilt, nur die Besten erhalten die besten Angebote. Wer besonders gut im Mathe-Test abgeschnitten hat, hat beim Einplaner bessere Chancen für seine Wunschverwendung. Sollte es damit nicht klappen, bietet die Bundeswehr aber viele Möglichkeiten für ein Studium und kann Alternativen aufzeigen.

Fazit

Das Auswahlverfahren für die Laufbahn der Offiziere (m/w) ist anspruchsvoll und mit hohen Anforderungen an die Teilnehmer verbunden. Nur wer Topergebnisse erzielt, wird später auch seinen gewünschten Studienplatz erhalten. Eine akribische Vorbereitung auf alle Testteile ist also nicht nur zu empfehlen, sondern ein absolutes Muss, um sich gegen die vielen Konkurrenten durchsetzen zu können. 

Vorbereitung Auswahlverfahren: Online-Testtrainer

Mit dem Testtrainer kannst du dich optimal auf das Auswahlverfahren für die Offizierslaufbahn vorbereiten. Trainiere gezielt die Aufgaben- und Testbereiche, die auch im Assessment Center für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln geprüft werden. Mache dich mit der Prüfungssituation vertraut und eigne dir das nötige Wissen an.   

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